Zec war einmal der Beste. Gefürchtet, gut bezahlt, unerbittlich im Dienst der Wilokie. Als Zwölfähriger verlor er bei der Eroberung Saloms seine Eltern – verschleppt in die Bergwerke, dann ins Internat, schließlich zum Sucher ausgebildet. Er gehorchte. Er funktionierte. Er glaubte sogar daran.
Bis Moja. Die Frau, die er liebte, wurde auf offener Straße erschossen – auf Befehl von General Tschengil, dem Mann, den Zec als Freund betrachtete. Seitdem trinkt er, schmuggelt und sabotiert das System still von innen – ohne Plan, ohne Hoffnung, nur mit dem dumpfen Wunsch, irgendwie Schaden anzurichten.
Als ein rätselhafter Energiestein in seine Hände gerät, mächtig genug das Schicksal eines ganzen Volkes zu wenden, steht Zec vor einer Wahl, die er längst aufgehört hatte sich vorzustellen: auf welcher Seite er sterben will.
Layla biegt in die falsche Kometengasse ein – und zieht damit einen bewusstlosen Fremden aus einem Trümmerfeld, dem eine bleierne Schatulle aus der Tasche fällt. Ein unscheinbarer Moment, der ihr Leben für immer verändert. Den Stein steckt sie ein. Die Aufpasser schickt sie ab. Dann beginnt die Flucht.
Was Layla antreibt, ist kein großer Plan, keine Ideologie – sondern Instinkt, Sturheit und ein tiefes Gefühl für Ungerechtigkeit, das sie nie gelernt hat zu unterdrücken. Als Pilotin des Widerstands fliegt sie mit atemberaubender Präzision, denkt schneller als ihre Verfolger und verliert auch unter Beschuss nicht die Nerven.
Was sie nicht weiß: Ihr Name ist kein gewöhnlicher. Und die Wahrheit über ihre Herkunft wird alles verändern – den Widerstand, den Krieg und sie selbst.
Kolle kommt aus einer Familie, die mit den Wilokie kollaboriert – wohlhabend, angepasst, beschämt von ihrem Sohn. Als er im Exzenter zufällig in den Strudel um den rätselhaften Energiestein gerät, ist es kein Heldenmut, der ihn antreibt: Es ist schlicht Neugier, gefolgt von dem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.
Was die Wilokie unterschätzen: Kolle denkt. Schnell, still, mehrere Züge voraus. Er zeichnet Karten aus dem Gedächtnis, plant Fluchtwege bevor er sie braucht, und schützt die Schwächeren um ihn herum mit einer Selbstverständlichkeit, die keine große Geste kennt.
Im Internat Karst – wohin ihn seine Eltern abschieben – zeigt sich, was in ihm steckt. Sein Vater hat ihn dorthin geschickt, um ihn zu brechen. Kolle plant von der ersten Nacht an die Flucht.